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Rechtsanwaltsvergütung - Kann ich mir einen Rechtsanwalt leisten ?

In vielen Situationen wünscht man sich einen fachkundigen juristischen Rat, scheut sich aber aus Angst vor vermeintlich hohen Kosten einen ersten Kontakt mit einem Rechtsanwalt aufzunehmen.

Die Höhe der Rechtsanwaltsgebühren ist durch die Regelungen innerhalb des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) festgelegt.

Im Rahmen des Erstgespräches werde ich Sie über die anfallenden Kosten für den jeweiligen Einzelfall informieren und diese mit Ihnen abstimmen.

Darüber hinaus kann bei einer bestehenden Rechtsschutzversicherung eine Kostenübernahme durch die Versicherung erfolgen. Zur Prüfung der Einstandspflicht der Versicherung bringen Sie bitte zum Erstgespräch Ihre Versicherungsunterlagen mit. Als Serviceleistung unterstütze ich Sie auch bei der Einholung der Deckungszusage.

Zudem besteht möglicherweise bei einem niedrigen Einkommen ein Rechtsanspruch auf Beratungs- und Prozesskostenhilfe. Diese könnte mit meiner anwaltlichen Hilfe im jeweiligen Einzelfall beantragt werden.

Häufig kommt auch eine Erstattung der Anwaltsgebühren durch Gegner und Dritte in Betracht. So hat Ihnen der Gegner im Falle des "Verzuges mit einer ihm obliegenden Leistungsverpflichtung" Ihre Anwaltskosten als notwendige Kosten der Rechtsverfolgung grundsätzlich zu erstatten. Im Bereich des Schadenrechts - beispielsweise im Zuge der Unfallregulierung - sind die Kosten eines Rechtsanwalts in bestimmten Fällen ebenfalls von der Haftpflichtversicherung des Schädigers zu erstatten. Im gerichtlichen Verfahren entscheidet grundsätzlich - eine Ausnahme bildet unter anderem das Arbeitsrecht - das Obsiegen bzw. Unterliegen über eine Kostenerstattung durch den Gegner.

In arbeitsrechtlichen Angelegenheiten besteht gemäß § 12a ArbGG die Besonderheit, dass jede Partei ihre Anwaltsgebühren unabhängig vom Obsiegen oder Unterliegen selbst zu tragen hat.

Insoweit besteht auch die Möglichkeit, in speziellen Rechtsangelegenheiten mit dem Rechtsanwalt eine Vergütungsvereinbarung zu treffen, die einen sogenannten pauschalen Vergütungsbetrag für die darin vereinbarten Tätigkeiten des Rechtsanwaltes beinhaltet. Dieser kann unabhängig von den Regelungen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes getroffen werden.

Abweichend von den Regelungen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes kann zwischen dem Rechtsanwalt und dem Mandanten auch eine so genannte Honorarvereinbarung, die ein Überschreiten der gesetzlich festgelegten Honorare zulässt, abgeschlossen werden.

Insoweit scheuen Sie sich nicht, mich bei der ersten Kontaktaufnahme nach den voraussichtlich entstehenden Kosten für eine außergerichtliche oder gerichtliche Vertretung zu fragen.

Rechtsanwältin Prautzsch